Qualles Blog - Fancyfirefly

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Einmal Tierarzt und zurück

Fancyfirefly
Veröffentlicht von · 21 Dezember 2019
Freitagnachmittag, wir noch mitten in unserer Siesta und da kommen die Zweibeiner daher und legen uns unser Geschirr an. Ok, soweit so gut, das kennen wir ja schon. Dann werden wir doch tatsächlich in so ein, ja was eigentlich, Blechteil gesteckt. Wir Drei in eine große Box, Muttern nebenan, warum wird die eigentlich nicht eingesperrt?  Daneben nimmt noch das Kindermädchen Platz. Da öffnet sich vorne eine Tür und Herrchen, ähmm der Diskjockey, steigt ein. AC/DC läuft mit Highway to Hell, ich hoffe das ist kein Zeichen. Auf einmal bewegt sich die ganze Welt um uns herum oder wir uns? Egal wir finden das voll cool. Es rumpelt und pumpelt und ab geht’s. 15 Minuten später ist der Spaß vorbei, wir stehen und finden das echt blöd. Tür auf und der Shuttle Service kommt und bringt uns in ein fremdes Haus. Ihh hier stinkt’s nach fremden Tieren, die sollten mal lüften. Da taucht ein fremdes Gesicht vor unserem „Fenster“ auf und grinst. Wir schaun uns an, ob wir noch Essensreste im Gesicht haben, aber nix. Jetzt guckt ein Kind rein und macht große Augen. Ob die Hunger hat? Floh meint, wir sollten einen Hut vor die Box legen, damit die was reinwerfen können. Upps weiter geht’s. Anderer Raum, gleicher Gestank, na toll ich muss an das Lied im Auto denken. Floh lugt hoch und meint da ist ein Opa mit weißem Kittel mit seiner Enkelin. Ich bin skeptisch. Reißverschluss auf, ich raus auf so einen kalten Tisch, die haben wohl auch keine Heizung. Opa fummelt an mir rum, was soll denn das! Meine Ohren, Pfoten von vorne bis hinten. Hey, da tust du aber deine Finger weg. Uii jetzt sehen wir uns auch noch tief in die Augen. Was macht denn seine Enkelin, fummelt da hinten mit was spitzen rum. Jetzt gibt sie es Opa, ob der auf Drogen ist? Ja sag mal, jetzt pickst der mich. Jetzt reicht es mir aber, ich will gehen, aber anscheinend kommt noch was. Ok ich bleibe. Die murmeln was von Chip, was ist denn das wieder. Das junge Mädchen in ihrer schicken blauen Kluft, gibt ihm schon wieder so ein Ding. Autsch, das hat jetzt aber weh getan, ein kleines Quiecken rutscht mir jetzt aber schon raus. Jetzt knuddelt mich Opa auch noch und grinst wie ein Honigkuchenpferd.  Jetzt geht’s wieder zurück in die Box und schwupp Floh kommt raus. Was ich von hier unten sehen kann, ergeht es ihm nicht anders. Das nenne ich Gerechtigkeit. Ich kuschle mich in eine Ecke und döse. Ahhhh was war das, ein Schrei. Ich bin bis die Decke der Box gehüpft vor Schreck. Floh! Was ist passiert? Was macht der Alte nur mit dir? Alastor schaut genauso verstört wie ich. Wir drücken uns an das Gitter um einen Blick auf Floh zu erhaschen. Männer, denk ich mir, das war der Chip und ich dachte, ihm wird der Kopf abgeschraubt. Opa knuddelt ihn jetzt auch und ihr wisst schon. Floh in die Box und unser Alastor raus. Als ich Floh, höflich wie ich bin, frage ob wieder alles in Ordnung ist, meint der nur „Ja alles klar, was soll schon sein?“. Da würde mir schon was einfallen. Man kann über die Jungs sagen was man will, aber auf sie ist Verlass. Wie ich das meine? Naja, auch Alstor lässt beim Chippen einen Tarzanschrei los. Aber ihr wisst ja, alles nicht so wild.
 
Die Box schwebt wieder los, endlich wieder raus aus der Bude. Wir nehmen gleich alle wieder eine Nase voller frischer Luft. Der Diskjockey bringt uns wieder in seiner Blechdose zurück nach Hause. Für die Jungs läuft jetzt Knocking on Heavens Door. Ich grinse mich rein und denke mir, ja so müssen sie sich gefühlt haben.
 
Zuhause ist alles vergessen und es wird wieder gekuschelt.
 
 
Eure Amazone Atlanta



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